Bioschmierstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

Langzeiterprobung neuer biogener, biologisch schnell abbaubarer Hochleistungs-Hydraulikflüssigkeiten mit ökotoxikologisch unbedenklichen Additiven in der Forstwirtschaft

Anschrift
Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) e.V.
64823 Groß-Umstadt
Spremberger Str. 1
Kontakt
Dr.-Ing. Günther Weise
Tel: +49 6078 785-13
E-Mail: weise@kwf-online.de
FKZ
22008501
Anfang
01.08.2002
Ende
31.07.2005
Aufgabenbeschreibung
Schwerpunkt ist die Langzeiterprobung einer neu entwickelten biogenen, biologisch schnell abbaubaren Hochleistungs-Hydraulikflüssigkeit bis zur technischen Unbrauchbarkeit in 3 Forstmaschinen. Dabei ist der Einfluss der wichtigsten Beanspruchungsgrößen zu klären. Die Erprobung wird für 3 Jahre mit den seit 1999 beobachteten Forstmaschinen fortgesetzt. Dabei werden die Hauptbeanspruchungsgrößen erfasst. Das Schaumverhalten und der Zusammenhang zwischen Temperatur, Wassergehalt und technischer Funktion der Flüssigkeit finden besondere Beachtung. Eine Umfrage soll zusätzlich Bedarf, Verluste und konstruktive und wartungstechnische Schwachstellen der Hydrauliksysteme unter den besonderen Bedingungen biogener Flüssigkeiten klären. Ziel sind belastbare Einsatzempfehlungen für derartige umweltfreundliche, ressourcenschonende, aber teurere und noch wenig akzeptierte Flüssigkeiten. Positive Ergebnisse vorausgesetzt kann mit der flächendeckenden Einführung in den öffentlichen und den zertifizierten Wäldern gerechnet werden.
Ergebnisdarstellung
Im Vorhaben wurden Langzeituntersuchungen einer von der Firma Bechem GmbH in einem früheren Forschungsvorhaben (FKZ 97NR178) neu formulierten Hydraulikflüssigkeit, die zwischenzeitlich unter dem Namen "Bechem Hydrostar HEES 46 - Longlife" am Markt eingeführt wurde, in drei Forstmaschinen (Harvester, Tragschlepper, Bagger) durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Langzeituntersuchungen zeigen, dass es möglich ist, die auf Basis von Pflanzenölen hergestellte Hydraulikflüssigkeit (gesättigter Syntheseester) in einer Forstmaschine über 6.000 Betriebsstunden ohne Ölwechsel zu betreiben. Die Laborwerte lassen den Schluss zu, dass ein Ende der Laufzeit bei keiner der genannten Maschinen in Sicht ist. Im Vorhaben wurden im Rahmen der Langzeituntersuchungen auch umfangreiche Untersuchungen zu den in der Praxis auftretenden Schwankungen beim Wassergehalt in den Hydraulikflüssigkeiten durchgeführt und Maßnahmen zur Abtrennung des Wassers aufgezeigt. Als neue Erkenntnis wird vom Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) aus diesem Projekt hervorgehoben, dass ein Tankbelüftungsfilter mit einem Rückschlagventil den Luftaustausch im Hydrauliktank unterbindet und dadurch eine Trocknung der Hydraulikflüssigkeit verhindert wird. Nach dem VDMA-Einheitsblatt 24 568 sollen bei ersterbasierten Hydraulikflüssigkeiten 1.000 ppm Wasser sowohl im gesättigten als auch im ungesättigten Ester nicht überschritten werden. Zuviel Wasser in einer esterbasierten Flüssigkeit ist schädlich, weil der Ester zersetzt wird, sich Säure in der Flüssigkeit bildet und in Folge wiederum die Maschine geschädigt wird. Die Tankbelüftungsfilter mit einem Rückschlagventil werden allerdings seit Jahrzehnten in der Mobilhydraulik eingesetzt. Die Erkenntnis, dass bei einem durchlässigen Tankbelüftungsfilter die Hydraulikflüssigkeit trockener bleibt, wird vom in absehbarer Zeit vom Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) publiziert.

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
 
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