Bioschmierstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

 

Verbundvorhaben: Welkebefall verschiedener Accessionen des Johanniskrautes (Hypericum perforatum L.): Teilvorhaben: Versuchsanbau und Materialuntersuchung

Anschrift
Zentralinstitut Arzneimittelforschung GmbH
53489 Sinzig
Kranzweiherweg 10
Kontakt
Markus Veit
Tel: +49 2642 98 37 30
E-Mail: markus.veit@za-sinzig.de
FKZ
22001097
Anfang
01.10.1997
Ende
30.09.2000
Aufgabenbeschreibung
Der steigende Bedarf an Arzneimittelzubereitungen auf Johanniskraut-Basis (Hypericum perforatum L.) macht die Bereitstellung leistungsfähiger Sorten für die Erzeugung hochwertiger Rohdrogen in der Landwirtschaft erforderlich. Das Verbundvorhaben hat sich zum Ziel gesetzt, durch Evaluierung von 40 verschiedenen Accessionen an 4 Standorten Ausgangsmaterial für die Züchtung von Sorten zu gewinnen, die sich durch einen hohen Gehalt an wertbestimmenden Inhaltsstoffen, hohen Ertrag, gesteigerten Blütenanteil des Krautes und geringe Cadmiumakkulation auszeichnen. Einen Schwerpunkt bildet die Beurteilung des Welkebefalles, da Welkeerscheinungen im intensiven Feldanbau erhebliche Ertragsausfälle verursachen.
Ergebnisdarstellung
Im Verbundvorhabens wurden rd. 40 Genotypen des Johanniskrautes auf vier Standorten (BAZ Quedlinburg, NLC Erfurt, SALUS-Haus Bruckmühl, SLVA Bad Neuenahr-Ahrweiler) angebaut. Für die Versuchsdurchführung auf den letztgenannten drei Standorten zeichnete das Zentralinstitut für Arzneipflanzenforschung GmbH (ZA) verantwortlich. Hauptaufgabe des ZA war die Analyse der wertbestimmenden Inhaltsstoffe. Die analytischen Arbeiten begannen mit der Entwicklung einer schnellen und robusten Analysenmethode, die alle möglicherweise wirkrelevanten Inhaltsstoffe umfasst. Dabei wurde auch auf eine schnelle und damit kostengünstige Probenvorbereitung Wert gelegt. Die erarbeitete und etablierte Methode erfüllt diese Anforderungen und wurde zur Reproduzierbarkeit auch standardisiert. Diese Standardisierung geschah mittels Erstellung von vier Standardarbeitsanweisungen, die dem Zwischenbericht vom 15.04.1999 zu entnehmen sind. Neben dem Gesamtextraktgehalt kamen folgende Inhaltsstoffe zur Untersuchung: Gesamthypericin, Isoquercitrin, Hypericin, Hyperosid, Pseudohypericin, Biapigenin, Quercetin, Rutin und Quercitrin. Die Arbeitsschritte der Untersuchung umfassten die Probenmahlung, Extraktion, Analyse und Auswertung. Im Jahr 1998 wurden von dem ZA mit dieser Methode insgesamt 600 Proben von den Standorten Bruckmühl, Erfurt und Quedlinburg analysiert Die Analyse der Proben des Standortes Bad Neuenahr-Ahrweiler von 1998 und das gesamte Material aus 1999 wurde als Unterauftrag an das Institut für Getreideverarbeitung (IGV) als Unterauftrag vergeben. Bei den Inhaltsstoffen gab es zwischen den einzelnen Accessionen deutliche Unterschiede. Auch waren große Unterschiede im Vergleich zwischen den verschiedenen Anbaustandorten feststellbar. Die Auswertung der Ergebnisse wurde, wie festgelegt im Abschlussbericht vom Teilvorhaben 97NR135 vorgenommen und sind somit in die züchterische Bearbeitung eingeflossen.

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
 
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