Bioschmierstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

 

Erste züchterische Bearbeitung und Qualitätsbeurteilung ausgewählter chinesischer Heilpflanzen, die für einen Anbau in Deutschland geeignet sind (Phase II)

Anschrift
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) - Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung - Arbeitsgruppe Heil- und Gewürzpflanzen (IPZ 3d)
85354 Freising
Vöttinger Str. 38
Kontakt
Dr. Heidi Heuberger
Tel: +49 8161 71-3805
E-Mail: heidi.heuberger@lfl.bayern.de
FKZ
22019707
Anfang
01.02.2008
Ende
31.12.2010
Aufgabenbeschreibung
Gegenstand des Projekts ist die Fortsetzung der unter FKZ 22007703 begonnenen Arbeiten zur Inkulturnahme asiatischer Heilpflanzen in Deutschland. Schwerpunkte sind die Fortführung (bei Artemisia scoparia und Leonurus japonicus) bzw. der Beginn (Saposhnikovia divaricata) der Auslesezüchtung zum Zweck der Anbauoptimierung aus vorhandenem, sehr heterogenem Material. Für Artemisia und Leonurus stehen aus der ersten Projektphase Zuchtlinien zur Verfügung, die nun im Hinblick auf die Homogenität der Pflanzen, Ertragssicherheit, Winterhärte, Cd-Gehalt und pharmakologische Qualität an verschiedenen Standorten geprüft und anschließend kombiniert werden. Bei Saposhnikovia steht die Selektion von Einzelpflanzen hinsichtlich Krankheitstoleranz, Winterhärte und Saatgutproduktion im Vordergrund. Gewinnung des Einzelpflanzensaatguts zur künftigen Leistungsprüfung (außerhalb der Projektphase). Die aus den geeigneten Zuchtlinien gewonnenen Kombinationen werden weiter geprüft und die besten zur Saatgutvermehrung und zum Vertrieb abgegeben. Damit werden die deutschen Landwirte Populationen erhalten für eine wirtschaftlichere Produktion homogenerer und hochwertigerer TCM-Drogen. Gesammelte Herkünfte vom Wildstandort und agronomische Daten von untersuchten Genbankakzessionen werden an die Genbank in Gatersleben abgegeben. Alle Ergebnisse werden veröffentlicht.
Ergebnisdarstellung
Die Zuchtlinien der chinesischen Heilpflanzen Artemisia scoparia, Leonurus japonicus und Saposhnikovia divaricata konnte in Phase II weiterentwickelt und verbessert werden hinsichtlich des Ertragsverhalten, Homogenität, niedriger Cd-Akkumulation (Artemisia), Wüchsigkeit, Pflanzengesundheit, Samenertrag und Saatgutqualität (Saposhnikovia) und guter Inhaltsstoffgehalte. Auf Grund der Ergebnisse der Prüfung auf allgemeine Kombinationseignung von Klon-nachkommenschaften von Artemisia und Leonurus wurden acht bzw. neun Klone selektiert, die sich durch ein hohes Ertragsniveau, gute Homogenität und niedriger Cadmium-Gehalt (nur Artemisia) kombiniert mit guten Inhaltsstoffgehalten auszeichneten. Für die Entwicklung der synthetischen Sorte wurden die selektierten Klone über Stecklinge (Artemisia) bzw. in vitro (Leonurus) vermehrt und in verschiedenen Testkreuzungen miteinander verkreuzt. Für beide Arten steht Saatgut der verschiedenen Testkreuzungen für die weitere Entwicklung der synthetischen Sorten zur Verfügung. Die in Phase II neu bearbeitete Art Saposhnikovia divaricata konnte als Fremdbefruchter charakterisiert werden. Da bei dieser Art eine Verklonung durch vegetative Vermehrung zunächst nicht möglich war, wurde der Zuchtgang der Populationsverbesserung kombiniert mit der Kombinationszüchtung eingeschlagen. Aus den Herkünften und einer vielversprechenden sehr winterharten und gesunden Einzelpflanzennachkommenschaft wurden Eliten entsprechend den Zuchtzielen selektiert. In der Prüfung der F1-Nachkommen dieser Eliten konnten aussichtsreiche F1-Populationen für die weitere Züchtungsarbeit identifiziert werden.

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
 
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