Bioschmierstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

Verbundvorhaben: Entwicklung und Erprobung von Hochleistungsschmier- und Hydraulikflüssigkeiten mit ökotoxikologisch unbedenklichen Additiven zur Verhinderung von Buntmetallkorrosion und Verbesserung des Alterungsverhaltens: Teilvorhaben 2: Feldversuche

Anschrift
Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) e.V.
64823 Groß-Umstadt
Spremberger Str. 1
Kontakt
G. Gerdsen
Tel: +49 6078 785-11
E-Mail: kwf.info@t-online.de
FKZ
22017897
Anfang
01.10.1998
Ende
30.09.2001
Aufgabenbeschreibung
Das Vorhaben ist als Teilvorhaben 2 des Verbundvorhabens "Entwicklung und Erprobung neuer umweltverträglicher Hochleistungsschmier- und Hydraulikflüssigkeiten mit ökotoxikologisch unbedenklichen Additiven zur Verhinderung von Buntmetallkorrosion und Verbesserung des Alterungsverhaltens" geplant. Im Rahmen des Vorhabens sollen die vom Verbundpartner entwickelten Hydraulikflüssigkeiten im Forstbetrieb getestet werden. Neben der Testung der von Bechem entwickelten neuen Hydraulikflüssigkeit in einem extrem belasteten Bagger sind begleitende Dauerfeldversuche mit einem Vollernter und Tragschlepper geplant. Zunächst soll in einem Vorversuch, der eine Erntesaison dauert im Bagger durch gezielten Eingriff in die Flüssigkeitsreinheit bezüglich Feststoffverunreinigung und Wassergehalt, ein Zeitraffereffekt erzielt werden. Durch begleitende Druckflüssigkeitsanalysen in sehr kurzen zeitlichen Abständen wird die Qualität des Öles überprüft. Dieser Praxistest unter erschwerten Bedingungen, der die Flüssigkeit bis an ihre Leistungsgrenze beansprucht, soll Aufschluß über die grundsätzliche Belastungsfähigkeit der neuen Druckflüssigkeit geben. Nach einem positiven Ergebnis wird sowohl beim Bagger (nach einem Flüssigkeitswechsel) als auch beim Tragschlepper und Vollernter mit der Erprobung im Dauerfeldversuch, mit begleitenden Ölanalysen, begonnen. Tragschlepper und Vollernter ergänzen sich dabei, da beim Tragschlepper besonders die Fahr- und bei den Vollerntern besonders die Arbeitshydraulik belastet wird. Die Zeitversetzung beim Beginn des Dauerfeldversuches soll dazu dienen, das Risiko von Maschinenbeschädigungen auszuschließen. Neben dem Nachweis der Praxistauglichkeit von biologisch abbaubaren Hydraulikflüssigkeiten in repräsentativen Forstmaschinen sollen in den Dauerfeldversuchen die Beanspruchungsprofile, denen die Druckflüssigkeiten in diesen Maschinen ausgesetzt sind, ermittelt werden.
Ergebnisdarstellung
In dem durchgeführten Langzeit-Praxistest wurde die technische Eignung neu entwickelter biologisch schnell abbaubarer Hydrauliköle in drei Forstmaschinen (Bagger Zeppelin SR 15 C, Tragschlepper TJ 810 B, Vollernter TJ 870) unter den extrem starken Belastungen und den rauen Einsatzbedingungen im Forst nachgewiesen. Alle drei Maschinen haben im Projektverlauf zwischen 1000 und 1.500 Betriebsstunden mit den neuen Biofluiden gearbeitet. Das entspricht unter Berücksichtigung von Flüssigkeitsverlusten und Nachfüllmengen einer mittleren Verweildauer der neu formulierten Hydraulikflüssigkeiten zwischen 700 und 1050 Betriebsstunden. Als wichtigster Parameter der Flüssigkeitsbelastung in der Hydraulikanlage erwies sich die Tanktemperatur, aus der auf die wesentlichen anderen Belastungsgrößen geschlossen werden kann. Die Flüssigkeit hat sich während dieser Zeit in allen Maschinen als einsatzfähig bewährt und kann aufgrund der gemessenen geringen Änderungen der Viskosität und der Neutralisationszahl voraussichtlich noch weit über das Projektende hinaus weiterbenutzt werden. Auch durch eine zusätzlich erzwungene Wärmebelastung konnte die Einsatzgrenze der Hydraulkfluide nicht erreicht werden. Von den erfassten Parametern gelangte lediglich der Wassergehalt in der Flüssigkeit einer Maschine an die Grenze der VDMA-Empfehlung, ohne dass jedoch durch weitere Parameter belegbare, negative Auswirkungen auf die Funktionstüchtigkeit zu befürchten sind.

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
 
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