Bioschmierstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

 

Verbundvorhaben: Entwicklung und Erprobung von Hochleistungsschmier- und Hydraulikflüssigkeiten mit ökotoxikologisch unbedenklichen Additiven zur Verhinderung von Buntmetallkorrosion und Verbesserung des Alterungsverhaltens: Teilvorhaben 1: Additiventwicklung

Anschrift
CARL BECHEM GMBH
58089 Hagen
Weststr. 120
Kontakt
Gustav A. Hornscheidt
Tel: +49 2331 935-1121
E-Mail: hornscheidt@bechem.de
FKZ
22013696
Anfang
01.07.1997
Ende
30.09.2001
Aufgabenbeschreibung
Im Rahmen des Vorhabens soll die Verwendbarkeit von neuentwickelten Additiven, die die Richtlinien RAL UZ 48, 64 und 79 erfüllen in den Hydraulikflüssigkeiten überprüft werden. Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit der Rhein-Chemie durchgeführt. Von der Rhein-Chemie werden Additive (Korrosionsschutz von Buntmetallen, Alterungsstabilisierung) für den Einsatz in Hydraulikflüssigkeiten entwickelt, die die Richtlinien nach RAL UZ 48, 64 und 79 erfüllen. Die Fa. Bechem wird mit diesen Additiven Hydraulikflüssigkeiten formulieren. Die fertigformulierten Hydraulikflüssigkeiten sollen in Feldversuchen auf ihre praktische Eignung untersucht werden.
Ergebnisdarstellung
Im Projektverlauf wurde herausgearbeitet, dass die technische Leistungsfähigkeit und das Umweltverhalten der neuen Hydraulikfluide im wesentlichen durch die dem jeweiligen Grundöl zugesetzten chemischen Additive bestimmt werden. Die Additivierungen wurden für das jeweilige Grundölsystem einzeln optimiert. Der Schwerpunkt der Arbeiten lag bei den drei Grundöltypen HETG, HEES (ungesättigt) und HEES (gesättigt). Es wurde festgestellt, dass vollständig gesättigte Basisöle aufgrund der schwächeren Schmiereigenschaften im Vergleich mit ungesättigten Basisölen eine deutlich höhere Dosierung an Verschleißschutzadditiven benötigen. Die neu entwickelten Additivpakete zeigen eine ausgezeichnete biologische Abbaubarkeit und bewirken sowohl einen hervorragenden Alterungs- als auch Korrosionsschutz. Gegen Stahlkorrosion wurde ein metallfreies Carbonsäurederivat und zum Schutz vor Buntmetallkorrosion wurde ein heterozyklisches Schwefel-Stickstoffderivat eingesetzt. Die Mehrzahl der formulierten Hydraulikflüssigkeiten erfüllt die Anforderungen zur Einstufung in die Wassergefährdungsklasse WGK 1 (schwach wassergefährdend). Eine Formulierung erfüllte die Normen zur Einstufung als nicht wassergefährdend und wurde für die praktischen Feldversuche beim Verbundpartner KWF als Hydraulikflüssigkeit in drei unterschiedlichen Forstmaschinen eingesetzt. Die technische Leistungsfähigkeit der formulierten Hydraulikflüssigkeiten wurde durch Messungen beispielsweise der Hochdruckeigenschaften und der Reibkoeffizienten in der SRV(Schwing-, Reib- und Verschleiß)-Anlage der Firma, der Ölalterung durch den trockenen Tost-Test und der hauseigenen Rotationsbombentests überprüft. Neben den oben bereits erwähnten sehr erfolgreichen Praxistests beim Verbundpartner KWF (Sennebogenbagger, Harvester-Vollernter, Forwarder-Tragschlepper) erfolgten ebenso erfolgreiche Anwendungstests in der Fa. Cognis (Hydraulikanlage einer Ladebrücke sowie bei der Fa. Gelsenwasser (Hydraulikanlagen von Baggern).

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
 
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