Bioschmierstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

Verbundvorhaben: Welkebefall verschiedener Accessionen des Johanniskrautes (Hypericum perforatum L.): Teilvorhaben: Sortenentwicklung und Resistenzprüfung

Anschrift
Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ) - Institut für Gemüse-, Heil- und Gewürzpflanzenzüchtung
06484 Quedlinburg
Neuer Weg 22/23
Kontakt
Dr. Friedrich Pank
Tel: +49 3946 47-587
E-Mail: f.pank@bafz.de
FKZ
22013597
Anfang
01.10.1997
Ende
30.09.2000
Aufgabenbeschreibung
Der steigende Bedarf an Arzneimittelzubereitungen auf Johanniskraut-Basis (Hypericum perforatum L.) macht die Bereitstellung leistungsfähiger Sorten für die Erzeugung hochwertiger Rohdroge in der Landwirtschaft erforderlich. Das Verbundvorhaben hat sich das Ziel gesetzt, durch Evaluierung von 40 verschiedenen Accessionen an 4 Standorten Ausgangsmaterial für die Züchtung von Sorten zu gewinnen, die sich durch hohen Gehalt an wertbestimmenden Inhaltsstoffen, hohen Ertrag, gesteigerten Blütenanteil des Krautes und geringe Cadmiumakkumulation auszeichnen. Einen Schwerpunkt bildet die Beurteilung des Welkebefalles, da Welkeerscheinungen im intensiven Feldanbau erhebliche Ertragsausfälle verursachen.
Ergebnisdarstellung
Die Evaluierungsarbeiten des Johanniskrautes (Hypericum perforatum L.) umfassten die Durchführung einer Feldversuchsserie mit 57 Akzessionen an vier Standorten Deutschlands und die ergänzende Sichtung weiterer 90 Akzessionen vorwiegend am Standort Quedlinburg. Schwerpunkte der methodischen Untersuchung bildeten die Entwicklung eines Resistenztests und die Bestimmung des Reproduktionstyps durch Flowcytometrie. Die Akzessionen wurden durch morphologische Merkmale (wie Wuchstyp, Bestandeshöhe, Standfestigkeit, Blütenhorizont, TKM), physiologische Merkmale (wie Blüheinheitlichkeit, Regenerationsfähigkeit nach dem Schnitt), pharmakologischwichtige Inhaltsstoffe (wie Gesamthypericin, Hypericin, Qercetin, Rutin), Grad der Apomixie und Krankheitsbefall (Welke, Mehltau) charakterisiert. Die Evaluierungsergebnisse zeigen in eindeutiger Weise, dass die Ausprägung der geprüften Merkmale in fasst allen Fällen genetisch kontrolliert ist. Es bestehen deshalb günstige Voraussetzungen für die Leistungssteigerung des Johanniskrautes durch Züchtung. Die Leistung der Akzessionen wurde durch den Einfluss der Umwelt an den vier Versuchsstandorten der Serie in starkem Maß beeinflusst. Daraus kann geschlossen werden, dass die Auswahl eines geeigneten Standortes für den Anbau von Johanniskraut von besonder Bedeutung ist. Die beobachteten Genotyp-Umwelt-Interaktionen zeigen, dass auch für das Johanniskraut an bestimmte Anbaugebiete angepasste Sorten gezüchtet werden müssen und mit keiner Universalsorte zu rechnen ist, die in allen Gegenden optimale Leistungen aufweist. Die in diesem Vorhaben entwickelte und erstmals zur Charakterisierung des Befalls durch die Johanniskrautwelke sowohl unter Freiland- als auch unter Gewächshausbedingungen als Massenscreening eingesetzte Resistenztestmethode, hat sich bewährt.

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
 
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