Bioschmierstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

Verbundvorhaben: Entwicklung von Basismaterial des Johanniskrautes (Hypericum perforatum L.) und seine Verwendung zur Merkmalsübertragung bei der Züchtung welketoleranter Sorten; Teilvorhaben 3: BBA - Prüfung auf Resistenz gegen den Erreger der Welke

Anschrift
Julius Kühn-Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) - Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst - Außenstelle Kleinmachnow
14532 Kleinmachnow
Stahnsdorfer Damm 81
Kontakt
Dr. Ute Gärber
Tel: +49 33203 48240
E-Mail: ute.gaerber@julius-kuehn.de
FKZ
22006101
Anfang
01.04.2001
Ende
31.12.2002
Aufgabenbeschreibung
Das Vorhaben ist eng mit der Teilaufgabe "Weiterentwicklung des Tests auf massenhafte Prüfung auf Welkeresistenz" des Verbundprojektes FKZ 00NR026 der BAZ "Entwicklung von Basismaterial des Johanniskrautes (Hypericum perforatum L.) und seine Verwendung zur Merkmalsübertragung bei der Züchtung welkeresistenter Sorten" verbunden. Ziel ist es, den im Verbundprojekt der Pharmaindustrie erarbeiteten Kenntnisstand zur Johanniskrautwelke unmittelbar für die Züchtungsaufgaben zu nutzen. Im Vordergrund der Arbeiten steht die Entwicklung eines Resistenztests, der eine zuverlässige Beurteilung der Resistenz mit geringem Aufwand ermöglicht. Aufbauend auf den Kenntnissen zur Biologie und Epidemologie des Erregers soll der Test an Jungpflanzen im Gewächshaus unter Einbeziehung geeigneten Standdardmaterials optimiert werden. Durch Testung verschiedener Isolate an einem ausgewählten Sortiment ist zu klären, ob der Erreger in Pathotypen differenziert. Zur Charakterisierung des Ausgangsmaterials für die Resistenzprüfung wird das Saatgut auf Erregerbefall untersucht. Die Ergebnisse werden unmittelbar in das Projekt der BAZ einfließen und einen Vergleich mit den Feldergebnissen ermöglichen.
Ergebnisdarstellung
Von den Saatgutproben der BAZ konnte an fünf Proben der Erreger im Agarplattentest festgestellt werden. Ein Zusammenhang zur Erkrankung der Samenspenderpflanzen ließ sich nicht nachweisen. In den Untersuchungen zur Erfassung des Saatgutbefalls mit Colletotrichum zeigte sich der Agarplattentest in Anlehnung an den Lupinentest von FEILER und NIRENBERG (1998) als die geeigneste Methode. Einfach und leicht handhabbar ist der Keimlingstest. Die Auswertung erfolgt hier anhand der für C. cf. gloeosporioides charakteristischen Acervuli, die sich auf dem Keimling bilden und stereomikroskopisch erkennbar sind. Mit dieser Methode werden jedoch nicht alle Erregerformen erfasst. Der Nachweis auf der Agarplatte ist daher sicherer und zu bevorzugen. Von den getesteten Johanniskrautlinien der BAZ zeichnete sich eine Linie im Vergleich zu den geprüften Sorten durch eine geringe Anfälligkeit aus. Die Prüfmethode an Jungpflanzen im Gewächshaus wird für die Differenzierung von Sorten und Linien als geeignet eingeschätzt, da die Ergebnisse im wesentlichen eine Übereinstimmung mit den Resultaten des Freilandversuches der BAZ ergaben. Die Untersuchungen zur Virulenz und einer möglichen Differenzierung in Pathotypen wurden sowohl an Keimlingen im Labortest als auch im Gewächshaus durchgeführt. Nach dem derzeitigen Ergebnisstand ist eine Differenzierung des Erregers der Johanniskrautwelke in Pathotypen nicht erwiesen. Das Auftreten neuer Erregerformen sollte jedoch beim Anbau von Johanniskraut beobachtet werden. In weiteren Untersuchungen zur Epidemiologie des Erregers wurde geprüft, ob die Stärke des Pflanzenbefalls im Bestand mit der Stärke des Samenbefalls (isoliert und frei abgeblüht) korreliert. Samen von frei abgeblühten Samenständen waren in der Regel mehr oder weniger stark befallen, unabhängig davon, ob die Pflanze selbst erkrankt ist oder nicht. Entscheidend für eine Sameninfektion ist, ob in der Nachbarschaft krankes Pflanzenmaterial als Infektionsquelle vorhanden ist oder nicht.

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
 
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