Bioschmierstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

Entwicklung von steroidalkaloidreichen Varietäten von Solanum dulcamare durch Transformation

Anschrift
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig - Fakultät 2 - Lebenswissenschaften - Institut für Pharmazeutische Biologie
38106 Braunschweig
Mendelssohnstr. 1
Kontakt
Udo Eilert
Tel: +49 531 391-5685
E-Mail:
FKZ
22003295
Anfang
01.11.1995
Ende
30.04.1999
Aufgabenbeschreibung
Solanum dulcamare,der bittersüße Nachtschatten, ist eine traditionsreiche Arzneipflanze. Aktuelle Bedeutung hat sie gewonnen seit Untersuchungen eine Heilwirkung auf schlecht therapierbare Hauterkrankungen (Allergien, Neurodermitis u. ä.) ergeben haben. Als aktiver Wirkstoff wird das Steroidalkaloidglykosid Solasodin angesehen. Solanum dulcamare kommt in 3 Chemovarietäten mit einem unterschiedlichen Gehalt an Solasodin vor. Durch eine Transformation mit Agrobacterium tumefaciens konnten Kulturen erzeugt werden, die eine erhöhte Solasodinproduktion zeigen. Dieses Phänomen soll weiter untersucht werden und für eine praktische Nutzung in feldmäßigen Anbau angewandt werden.
Ergebnisdarstellung
Solanum dulcamara, der bittersüße Nachtschatten, hat als eine traditionsreiche Arzneipflanze aktuelle Bedeutung gewonnen seit Untersuchungen eine Heilwirkung auf schlecht therapierbare Hauterkrankungen ergeben haben. Als aktiver Wirkstoff wird das Steroidalkaloidglykosid Solasodin angesehen. Solanum dulcamara kommt in 3 Chemovarietäten mit einem unterschiedlichen Gehalt an Solasodin vor. Durch eine Transformation mit Agrobacterium tumefaciens konnten Kulturen erzeugt werden, die eine erhöhte Solasodinproduktion zeigen. Es ist gelungen, über 150 Transformanden von drei Rassen von Solanum dulcamara, die sich in ihren Hauptsteroidalkaloiden unterscheiden, zu erzeugen. Für die Transformationen wurden Stämme von Agrobacterium tumefaciens eingesetzt. Die erfolgreichen Transformationen wurden über den Nachweis von Opin in den Zellkulturen verifiziert. Bei den transformierten Zellinien bildeten sich teilweise spontan Sprosse oder Wurzeln. Die nicht regenerierten Zellkulturen wurden mit Passagezeiten von ca. 2 Monaten in flüssigem Medium weitergezogen. In dieser Zeit differenzierten sich weitere Linien, andere Linien zeigten typische Alterungserscheinungen und stellten das Wachstum ein. Zur Induktion der Regeneration wurden verschiedene Versuche durchgeführt, die letztendlich alle nicht erfolgreich waren. Die regenerierten Pflanzen wurden zunächst im Gewächshaus kultiviert und dann ins Freiland überführt. Die Adaption an die Freilandbedingungen war sehr schwierig, so dass nur sehr wenig Probenmaterial für die weiteren Untersuchungen gewonnen werden konnte. In den phytochemischen Analysen konnte nachgewiesen werden, dass die Transformation zu einer Verschiebung innerhalb der Steroidalkaloidzusammensetzung geführt hat. Und zwar nicht nur bezüglich der Aglyka, sondern auch bezüglich der Glykosidkette. In den abschließenden biochemischen Untersuchungen gelang es, eine analytische Methode zum Nachweis für Pflanzen mit einer hohen Steroidalkaloidproduktion zu entwickeln.

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
 
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