Bioschmierstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

Marktpotentialstudie "Bioöl-Multi-Sensor"

Anschrift
TaT Transferzentrum für angepaßte Technologien GmbH
48432 Rheine
Hovesaatstr. 6
Kontakt
Prof. Dr. Robert Tschiedel
Tel: +49 597 990-195
E-Mail: mail@tat-zentrum.de
FKZ
22002604
Anfang
01.05.2004
Ende
30.04.2005
Aufgabenbeschreibung
1. Vorhabenziel. Ermittelt werden sollen die Markt(einführungs)potentiale für einen neu entwickelten "BioÖl-Sensor", der in der Lage ist, kontinuierlich im Betrieb die Gebrauchsfähigkeit von "Bio-Hydraulikölen" zu überwachen. Es ist zu erwarten, dass durch seinen Einsatz gegenüber mineralölbasierten Flüssigkeiten höhere Standzeiten realisiert werden können und so das Akzeptanzhemmnis "höherer Mengenpreis" (teilweise) kompensiert werden kann. Geprüft werden soll auch, ob ein vergleichbarer Sensor für Getriebe- und ggf. Motorenöle am Markt auf Nachfrage stoßen würde. Gesamtziel des Projektes ist es, den Einsatzumfang biogener Schmier- und Verfahrensstoffe insgesamt zu erhöhen. 2. Arbeitsplanung. Auf der Basis der wissenschaftlich üblichen Vorbereitungen werden im Kern eine qualitative Expertenbefragung und, deren Ergebnisse verwertend, eine zahlenmäßig umfangreichere standardisierte Erhebung bei marktrelevanten Akteuren durchgeführt und ausgewertet. 3. Geplante Ergebnisverwertung. Die Ergebnisse werden in zwei Workshops sowie einem Zwischen- und einem Schlussbericht präsentiert. Letzterer enthält auch Empfehlungen zur Verwertung der Ergebnisse durch verschiedene Akteure.
Ergebnisdarstellung
Der BioÖl-Multi-Sensor misst im laufenden Betrieb mit Hilfe von vier Parametern (Viskosität, Temperatur, Feuchte und Dielektrizitätskonstante) den Ölzustand und kann damit Aussagen über Ölalterungs- und Maschinenzustand ermöglichen. Der gewünschte vermehrte Einsatz von biologisch schnell abbaubaren Hydraulikflüssigkeiten (in Folge "BioÖle") wird nach wie vor durch eine Reihe von Vorbehalten seitens der Anwender und Vertreiber verhindert. Ziel des Projektes war die Untersuchung des Einsatzes eines Multi-Sensors zur Erhöhung des Absatzes von BioÖlen mittels der Methode Objektinterview. Dem lag die Hypothese zu Grunde, dass die fluidspezifische mögliche längere Standzeit den höheren Preis des Biöls (teilweise) kompensieren könnte. Auf Basis der recherchierten theoretischen Grundlagen zur Thematik wurde eine in zwei Stufen angelegte Expertenbefragung durchgeführt. Begleitend wurden u.a. Sondererhebungen insbesondere zu den Hemmnissen bei der Markteinführung und -durchdringung und den Preisrelationen (konventionelle vs. Bio-Öle) durchgeführt. Gezielt wurden Anwender aus unterschiedlichen Bereichen zur Thematik befragt. Eine Überprüfung und Festigung der Ergebnisse erfolgte durch Telefonbefragungen bei Multiplikatoren. Die Ergebnisse der Untersuchung lassen sich wie folgt zusammenfassen: Vorbehalte in unterschiedlichen Ausprägungen und Inhalten auf Seiten der Anwender sind vorhanden, damit in Zusammenhang ist das Wissen über die technischen Vorteile von BioÖlen bei den Anwendern zu gering. Der Sensor stellt keinen Ersatz für die herkömmliche Laboranalyse dar, der Einsatz eines Sensors wird nur bei Freigabe seitens der Maschinenhersteller möglich sein. Der Sensor kann sein volles Potential in erster Linie nach Ablauf der Maschinengarantie und Vorgabe des Herstellers entwickeln, er dient dann der Standzeitverlängerung. In der Phase der Markteinführung von BioÖlen und des Multisensors sind als Multiplikatoren Serviceunternehmen als Ansprechpartner in Betracht zu ziehen.

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
 
 
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